“Umfrage”
Der März geht zu Ende und im April soll ich mich entscheiden, was ich nach meiner Elternzeit ab Mai machen möchte. Es stehen verschieden Optionen zur Verfügung:
- 75 % arbeiten
- alles wie gehabt: 15% KIGA, ca. 10% VHS
- keine VHS mehr, aber auch kein 75% KIGA, sondern z.B. irgendwas zwischen 35% und 50%
Wenn ich der Presse und den Talkshows glauben müsste, gehen die Mütter mit kleinen Kindern unserer Zeit total gerne arbeiten, schaffen das mit Links, haben genug Zeit für sich, ihre Familie, ihren Partner, ihr Aussehen, ihren Hobbies, ihre Gesundheit, ihren Haushalt..
Frage ich aber die Frauen in meinem Bekanntenkreis wie es denn so ist mehr wie 25% arbeiten zu gehen, dann ist das höchste der Gefühle ein “Man kann es schaffen”. Und das finde ich einen Satz, der mich erschreckt!!! Will Frau es wirklich “nur” schaffen. Irgendwie?
Die ganz ehrlichen unter ihnen (und die haben ja nicht alle drei Kinder sondern eher zwei) sagen mir: ich bin fertig, gerne würde ich weniger arbeiten, mir fehlt ein Kinderfreier Vormittag für mich alleine (oder auch dem Haushalt), es darf nichts dazwischen kommen…
Und dann haben sie noch einen tollen Tipp für mich: “Gudrun, bedenke du hast keine Oma am Ort!!”
Ich kennen nur zwei Frauen die mir aus dem Herzen heraus sagen “Ich gehe gerne arbeiten und der Stress drumherum ist dann auch o.k. für mich.” Find ich wenig… erleichtert mir aber wahrscheinlich die Entscheidung.
Ich frage mich an dieser Stelle natürlich, warum die Frauen arbeiten gehen, wenn es doch der Mehrzahl zu stressig ist. Und hier meine ich nun nur die mit kleinen Kindern. Hätte ich nur eine 8 jährige die ja jetzt schon nur noch Futter und Wäsche braucht würde ich das auch anders sehen.
Die Gesellschaft eben, die Wirtschaft, die Politik …